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"Effizienzhaus Plus im Altbau" - das Haus der Zukunft

Die NUWOG modernisiert in der Pfuhler Straße in Neu-Ulm im Ortsteil Offenhausen zwei Altbauzeilen aus den 1930er Jahren.

v. li. OB Gerold Noerenberg, Helmut Mildner, Staatssekretär Rainer Bomba (bmvbs)

Die NUWOG Wohnungsgesellschaft der Stadt Neu-Ulm GmbH modernisiert in der Pfuhler Straße in Neu-Ulm im Ortsteil Offenhausen zwei Altbauzeilen aus den 1930er Jahren grundlegend nach dem Modernisierungskonzept eines sog. Plusenergie-Gebäudes im Bestand.

Aus einem vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ausgelobten Planungswettbewerb für Hochschulen in Kooperation mit Architekturbüros gingen folgende zwei Wettbewerbsgewinner hervor:

  • die Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr, Institut Energiesystem und Energiewirtschaft, Prof. Dr.-Ing. Viktor Grinewitschus mit dem Büro Werner Sobek Stuttgart GmbH
  • die Technische Universität Darmstadt, Fachbereich Architektur, Fachgebiet für Entwerfen und Energieeffizientes Bauen, Prof. Dipl.-Ing. M. Sc. Econ. Manfred Hegger mit o5 architekten bda – raab hafkelang

Am 26.08.2013 wurde das Projekt mit einer Pressekonferenz im Neu-Ulmer Rathaus und im Anschluss im Rahmen einer kleinen Feier der Bau-Start vor Ort der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, Prof. Dr. Dr. E.h. Werner Sobek (Büro Werner Sobek Stuttgart GmbH) und Architekt Ruben Lang (o5 architekten bda –raab hafke lang) konnte Helmut Mildner (Geschäftsführer NUWOG) Herrn Staatssekretär Rainer Bomba (BMVBS) aus Berlin als Ehrengäste willkommen heißen. Nach spannenden Vorträgen zum Modellvorhaben konnten sich die Gäste, darunter auch interessierte Anwohner, bei einem Rundgang durch die Gebäude ein genaueres Bild von den beiden Altbauten und den geplanten Modernisierungsmaßnahmen verschaffen.

Diese Häusergeneration wird nach der Sanierung künftig mehr Energie produzieren als ihre Bewohner verbrauchen. „Mein Haus – meine Tankstelle“, so das Motto dieses Projekts. Die überschüssige Energie kann direkt am Gebäude verbraucht werden, so dass sich der Strombezug aus dem allgemeinen Stromnetz minimiert. In diesem Zusammenhang ist beabsichtigt, den künftigen Bewohnern in Kooperation mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, den am Gebäude produzierten Strom zu günstigeren Konditionen als zu Marktkonditionen anzubieten.

Die Modernisierungen werden von der NUWOG und über Fördermittel der KfW und des Bundes finanziert. „Ziel der Förderung durch das Bundesbauministerium ist es, diese Plus-Energie-Häuser im Bestand zu evaluieren sowie durch Forschung die Grundlagen für die Weiterentwicklung und Markteinführung derartiger Gebäudetypen zu liefern“, erklärte Rainer Bomba in seiner Rede.

35 Effizienzhäuser Plus lässt das BMVBS derzeit erproben. Häuser, denen die Zukunft gehört, so Bomba. „Der neue, von uns geschaffene Standard `Effizienzhäuser Plus´ reagiert auf Energie- und Klimaziele Deutschlands und der EU ganz besonders gut. Die bisherigen Projekte waren eher im Kleinhausbau angesiedelt. Erstmals wird nunmehr auch die Modernisierung eines Mehrfamilienhauses in unser Netzwerk aufgenommen. Das ist weltweit einmalig“. Auch OB Gerold Noerenberg ist stolz darauf, dass das für Innovationen offene Neu-Ulm der Standort des Modellprojektes ist.