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Festakt für geförderte Wohnungen der NUWOG mit Bauministerin Kerstin Schreyer

Als kommunales Wohnungsunternehmen der Stadt Neu-Ulm ist die NUWOG „experimentierfreudig“ – das hat ihr über die Grenzen der Stadt hinaus große Anerkennung gebracht und auch so manche Auszeichnung in Fachmedien. Die Objekte „Münsterblick BA II“ und „Alte Stadtgärtnerei“ erregten schon beim

„Doppelrichtfest“ im Juni letzten Jahres Aufmerksamkeit. Heute besuchte Bauministerin Kerstin Schreyer die beiden vom Freistaat Bayern geförderten Wohngebäude und übergab die Wohnungen, die bald bezogen werden, bei einem kleinen Festakt ihrer Bestimmung. Bedingt durch die Corona-Pandemie musste auf die Einweihung mit Mietern und Nachbarn verzichtet werden.

„Corona hat uns erneut gezeigt, wie wichtig es ist, dass alle Menschen, egal mit welchem Einkommen und in welcher Lebensphase, überall in Bayern gut leben und wohnen können. Ich freue mich, dass wir diese beiden Neubauten im Rahmen unseres Experimentellen Wohnungsbaus aufgesetzt haben und mit rund 9,5 Millionen Euro staatlichen Fördermitteln unterstützen“, so die Bauministerin bei der Feierstunde.

Diese beiden wegweisenden und innovativen Projekte in der Münsterblickstraße und in der Reuttier Straße sind fast fertiggestellt. Corona-bedingt hat es nur wenig Verzögerung gegeben. Beide Projekte sind im Modellvorhaben des Experimentellen Wohnungsbaus „Effizient bauen, leistbar wohnen – mehr bezahlbare Wohnungen für Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr entstanden. Dabei gab das Staatsministerium die Rahmenbedingungen vor: zur Dämpfung der Preisspirale beim Bauen sollten neue Bauweisen und Bautechniken, sowie flächensparende Wohnformen  umgesetzt werden, zudem sollten der demographische Wandel, sozio-ökologische Veränderungen, die zunehmende Energieknappheit und der Klimaschutz bedacht werden. Gleichzeitig spielten entsprechend des Modellziels auch die Wirtschaftlichkeit und Effizienz eine große Rolle. Dieser Herausforderung stellte sich die NUWOG, gewann für den zweiten Bauabschnitt in der Münsterblickstraße den Wiener Architekten Bernd Vlay von StudioVlayStreeruwitz und setzte mit ihm gemeinsam eine Stahlbetonskelettkonstruktion mit Holzbauelementen um. 40 Wohnungen sind hier entstanden mit Gemeinschaftsflächen im Außenbereich und einem Gemeinschaftsraum für die künftigen Mieter.           
Im geförderten Wohnungsbau werden Obergrenzen bei den Grundrissgrößen vorgegeben. Die Flächen werden optimal genutzt. Die Räume sind hell und freundlich gestaltet. Warme Holzböden und moderne Bäder lassen die Mieter sich wohlfühlen, großzügige Fenster, Balkone oder Loggien lassen viel Licht und Sonne in die Wohnungen. Im Münsterblick wird mit unterschiedlichen Materialien gespielt: Sichtbetonwände und -säulen, die tragenden Elemente des Gebäudes, werden kombiniert mit Massivholzwänden innen. Hier setzt sich das Material Holz der Außenelemente im Wohnraum fort.

Das imposante Gebäude „Alte Stadtgärtnerei“ in der Reuttier Straße mit den tragenden Säulen an den beiden Längsseiten entstand unter Federführung des Münchner Architekten Professor Dietrich Fink von Fink + Jocher aus Betonfertigteilen. Bei der Fertigung und auch beim Aufbau war höchste Präzision gefragt. Bald werden die 31 Wohnungen bezogen. Dieses Objekt besticht durch großzügige Fenster, die die Wohnungen mit Licht durchfluten lassen. Mit Schiebeelementen sind Zimmer flexibel zuschaltbar. Gemeinschaft wird gefördert durch verbindende Laubengänge, eine große Dachterrasse, Mietergärten im Erdgeschoss und ein Gemeinschaftsgarten.     
Der Anspruch der NUWOG als kommunales Wohnungsunternehmen zielt nicht nur auf innovative und anspruchsvolle Architektur ab, sondern bei allem Tun stehen die Menschen im Mittelpunkt. Wichtig ist ihr, „dass die Menschen, die bei uns wohnen, sich wertgeschätzt fühlen“, so Heipp, der Geschäftsführer der NUWOG. „Wir gestalten bewusst neue Quartiere, in denen nicht zu erkennen ist, ist es nun geförderter Wohnungsbau, frei finanzierter oder ein Bauträgerobjekt.“ Begegnungsflächen als Grundlage für eine wachsende Gemeinschaft und langfristig stabile Nachbarschaften sind das Ziel, das auch durch den Bereich Sozialmanagement der NUWOG unterstützt wird.       
„Wir sind dem Bayerischen Ministerium für Wohnen, Bau und Verkehr sehr dankbar für diese Fördermöglichkeiten. Hier zählt nicht nur der monetäre Ansatz, der natürlich wichtig ist, denn ohne Fördermittel ließe sich der geförderte Wohnungsbau kaum umsetzen. Entscheidend ist, dass das Bayerische Ministerium auf innovative Konzepte setzt, und so fordert und fördert, eine Stadt zu gestalten, den Menschen, die dort leben, Identität zu stiften. Diesen Ansatz nehmen wir gern auf und setzen ihn mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um, indem wir Menschen unabhängig von Herkunft, Kultur oder Einkommen ein Zuhause geben.“