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IQ Innerstädtische Wohnquartiere

Ein Modellvorhaben des experimentellen Wohnungsbaus findet im Künetteweg 5/7 in Neu-Ulm statt.

(Animation: Kleine+Metz Architekten, Berlin)

Im Rahmen des Modellvorhabens des experimentellen Wohnungsbaus der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern hat die NUWOG Wohnungsgesellschaft der Stadt Neu-Ulm GmbH gemeinsam mit dem Architekturbüro KMA aus Berlin im Quartier NU 21, die im Rahmen eines Architektenwettbewerbs ausgelobten Ziele umgesetzt und zeitgemäßen und bezahlbaren Wohnraum für Familien mit Kindern errichtet. Wie üblich war es der NUWOG wichtig, darüber hinaus im Quartier städtebaulich und architektonisch einen besonderen Akzent setzen. Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um eines von 9 Pilotvorhaben die bayerweit von der OBB mit Mitteln des experimentellen Wohnungsbaus als Sozialwohnungen gefördert wurden.

Unter dem Projekttitel "IQ – innerstädtische Wohnquartiere" hat die NUWOG mit dem Architekturbüro KMA, das als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen ist, eine Wohnanlage des öffentlich geförderten Wohnungsbaus mit 31 Wohnungen auf ca. 2.150 m²-Wohnfläche und einer integrierten 5-gruppigen Kindertagesstätte errichtet. 

Am 24.10.2014 wurde das Neubauprojekt im Rahmen einer kleinen Feier der Öffentlichkeit präsentiert. Nach der Begrüßung durch Geschäftsführerin Jasmin Kemmler und Ansprachen von Oberbürgermeister Gerold Noerenberg und Karin Sandeck, Ministerialrätin der Obersten Baubehörde im Bayer. Staatsministerium des Innern ging Architekt Jens Metz auf die architektonischen Besonderheiten ein und führte die Gäste durch das Gebäude. Im Gebäude wurde im Erdgeschoss eine Kindertagesstätte mit 2 Kinderkrippen- und 3 Kindergartengruppen integriert, wodurch die Voraussetzung für Kinderbetreuung und familiengerechtes Wohnen zentral in der Neu-Ulmer Innenstadt gewährleistet wird. Die im Eigentum der Stadt Neu-Ulm befindliche Kindertagesstätte „Sternenzauber“ wurde bereits Anfang des Jahres eröffnet. Mit dem Projekt wurde durch die Nähe zur Innenstadt und zum angrenzenden Glacis Park eine besonders attraktive Wohnanlage geschaffen.

Das gelungene Gebäudekonzept stellt mit vielen halböffentlichen Kommunikationsbereichen und Treffpunkten einerseits und den privaten Freiflächen, die Rückzug und Ruhe bieten, andererseits, ein generationenübergreifendes Wohnkonzept dar, indem es die Nachbarschaft fördert und mit seinen Sozialwohnungen zudem bezahlbar ist. Als weitere Projektziele wurden die Barrierefreiheit und der Energiestandard KfW Effizienzhaus 70 umgesetzt. 

Aus Gründen der nicht zufriedenstellend gelösten Entsorgung von Verbundwerkstoffen lehnt die NUWOG den Einsatz von Wärmedämmverbundsystemen ab; dies war eine besondere Hausforderung für alle mit dem Bauvorhaben befassten Planer und Bauunternehmer. Neben diesem ökomisch-ökologischen Ziel ist es der Anspruch der NUWOG, ihre Neubauvorhaben im Rahmen des jeweils aktuellen Kostengrenzwertes des Bayerischen Wohnbauförderprogramms zu errichten.

Unter Berücksichtigung der während der Bauphase durch die konjunkturelle Lage eingetretenen Baukostensteigerung, welcher die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern zwischenzeitlich mit der Anhebung des Kostengrenzwertes für vergleichbares Bauvorhaben auf 2.070,- €/m²-Wohnfläche Rechnung getragen hat, ist es der NUWOG trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen mit dem Wert der aktuellen Kostenfortschreibung von 1.880,- €/m²-Wohnfläche gelungen, "hohe Qualität zu günstigen Kosten" zu schaffen.