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NUWOG-Ausstellung zum Stadtjubiläum 150 Jahre Neu-Ulm

Das Bauen von Wohnungen ist nach dem Selbstverständnis des Neu-Ulmer Kommunalen Wohnungsunternehmens NUWOG nicht zu trennen von sozialer, gesellschaftspolitischer und ökologischer Verantwortung. Häuser Bauen = Stadt Bauen = Gesellschaft Bauen

Von rechts: NUWOG-Geschäftsführer Andreas Heipp, Lina Streeruwitz von StudioVlayStreeruwitz ZT-GMBH, Wien, verantwortlich für die Konzeption der Ausstellung, Ministerialrätin Karin Sandeck, OB Noerenberg.

Das macht die Ausstellung mit dem gleichnamigen Titel deutlich, die bis 30. September 2019 in den Geschäftsräumen der NUWOG, Schützenstraße 32, zu sehen ist. Sie zeigt anhand von ausgewählten Beispielen anschaulich, welchen Beitrag die NUWOG seit ihrer Gründung vor 36 Jahren bisher in der 150 Jahre jungen Stadt geleistet hat.
Da sind auf der einen Seite die sichtbaren Zeugnisse -die Gebäude, die sich ins Stadtbild einfügen und es zugleich durch ihre besondere Ästhetik gestalten und bereichern. Denn geförderter Wohnungsbau und herausragende Architektur schließen sich nicht aus.

Die Ausstellung zeigt aber auch, was "dahinter" und "darin steckt": Innovatives und kostengünstiges Bauen heißt Ressourcen zu schonen und dabei stets auf dem aktuellen Stand der Technik sein. Es heißt, für Wohnqualität und Begegnungsmöglichkeiten zu sorgen, eine gute und durchmischte Sozialstruktur zu schaffen und zugleich die besonderen lokalen Fragestellungen zu berücksichtigen.

Wie sich die NUWOG diesen Herausforderungen in den vergangenen fast vier Jahrzehnten gestellt hat, welche Lösungen zu welcher Zeit gefunden wurden, macht die Ausstellung anhand einiger Leuchtturm-Projekte deutlich -in Fotos, Konstruktionsskizzen und Modellen.

Die Bauwerke der NUWOG fallen auf in der Stadt, sie sind außergewöhnlich und alles andere als uniform. Darauf gingen Ministerialrätin Karin Sandeck vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg bei der Vernissage ein. "Wir wollen öffentlich geförderten Wohnungsbau nicht aussehen lassen wie öffentlich geförderten Wohnungsbau", betonte der OB. Hinzu kommt: Die NUWOG stehe für die Vielfalt und eine gute soziale Mischung auch in den "attraktiven und stabilen Quartieren", so Karin Sandeck. Das Wohnungsunternehmen achte auf ein lebenswertes Umfeld, zum Beispiel auch durch das Bereitstellen von Gemeinschaftsräumen, die als Treffpunkt, für Beratung und Feiern genutzt werden.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigte eine Tour zu den aktuellen Projekten mit insgesamt rund 235 Wohnungen. Dafür investiert die NUWOG laut Geschäftsführer Andreas Heipp rund 60 Millionen Euro. Die Besichtigungsfahrt, an der außer OB Noerenberg einige Stadträte teilnahmen, zeigte sehr unterschiedliche Lösungen sowohl hinsichtlich der Typologie als auch beim Baumaterial: In der Alten Stadtgärtnerei direkt an der Reuttier Straße entsteht ein Gebäude aus Betonfertigteilen. Einen Steinwurf davon entfernt -in der Münsterblickstraße- wird die tragende Betonkonstruktion durch Holz ergänzt, und im Ulmer Hofgut werden drei Baukörper aus Ziegelsteinen errichtet. Geschäftsführer Heipp erläuterte die unterschiedlichen Förder- und Finanzierungsmodelle. Die 31 Wohnungen an der Reuttier Straße sind ins Modellvorhaben "Effizient bauen, leistbar wohnen" aufgenommen. Der zweite Bauabschnitt in der Münsterblickstraße wird über die Einkommensorientierte Förderung (EOF) bezuschusst, im dritten Bauabschnitt entstehen Eigentumswohnungen. Auch im Ulmer Hofgut in Ludwigsfeld übernimmt die NUWOG die Bauträgerschaft für Eigentumswohnungen. Die benachbarten Gebäude mit Mietwohnungen sind öffentlich gefördert: ein Gebäude mit rund 15 Wohnungen über das Kommunale Wohnraumförderprogramm (KommWFP), das andere über die EOF. Bereits komplett verkauft sind die NUWOG-Eigentumswohnungen in der Sandstraße. Das Gebäude wurde in Bauherrengemeinschaft von NUWOG und privatem Bauherrn errichtet -ein Modell, das laut Heipp künftig wohl häufiger in Betracht kommen könnte.

150 Jahre Neu-Ulm -Die Ausstellung "Häuser Bauen - Stadt Bauen - Gesellschaft Bauen" ist bis 30. September in der Schützenstraße 32 zu den Öffnungszeiten der NUWOG Geschäftsstelle zu sehen:

Montag und Mittwoch: 9 bis 12 Uhr
Dienstag: 14 bis 16 Uhr
Donnerstag: 14 bis 18 Uhr
Gruppen nach Vereinbarung unter Tel. 0731.9841-0

Der Eintritt ist frei.