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Pressemitteilungen

Verdammt zum Bauen

Der Aufsichtsrat der NUWOG-Unternehmensgruppe hat den Wirtschaftsplan für die Jahre 2017 – 2021 genehmigt.

Am 10. Dezember 2016 informierte die Südwest Presse unter dem Titel "Die Nuwog ist verdammt zum Bauen" über die Planung der Nuwog für die Jahre 2017 bis 2021 und über den Wettbewerb Münsterblickstraße.

Am 8. Dezember 2016 hat der Aufsichtsrat der NUWOG-Unternehmensgruppe den Wirtschaftsplan für die Jahre 2017 – 2021 genehmigt.

In dem Zeitraum plant die NUWOG mit der Stadt Neu-Ulm, etwa 90 Millionen Euro in Neubauvorhaben zu investieren – das 3 bis 4-fache an Volumen im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 10 Jahren, wie Geschäftsführer Andreas F. Heipp betonte.  Möglich sei das nur durch Kooperation und Unterstützung der Stadt Neu-Ulm – zum Beispiel durch Bereitstellung von Grundstücken, der Bauherrenschaft Neu-Ulm im Rahmen des KommWFP und Unterstützung bei der Eigenkapitalbildung.  

Das kommunale Wohnungsbauprogramm von Stadt und NUWOG, das ursprünglich 370 neue Wohnungen bis zum Jahr 2020 vorsah, wurde angepasst und erweitert: Geplant sind 440 neue Wohnungen. Baulandbeschaffung, Planung und Umsetzung müssen forciert werden.

Insgesamt befinden sich derzeit 67 Wohnungen im Bau, 191 in der konkreten Planung und für 53 Wohnungen entsteht derzeit eine Konzeptstudie. Etwa 135 Wohnungen sind in der Vorbereitung. 

Bedarf: Die Nachfrage nach kostengünstigem Wohnraum ist unverändert groß. Die NUWOG bewirtschaftet momentan rund 2260 eigene Wohnungen, der Mietpreis liegt im Durchschnitt bei 5,89 Euro pro Quadratmeter und Monat. Auf der Warteliste der NUWOG stehen mehr als 1300 Bewerber, die eine bezahlbare Wohnung suchen. Dieser Bedarf kann bei Weitem nicht durch die übliche Fluktuation allein gedeckt werden. 

KommWFP: Entscheidend für die Aufstockung des Programms ist nicht zuletzt die Tatsache, dass auch die Stadt Neu-Ulm selbst als Bauherrin aktiv wird und mit Zuschüssen aus dem Kommunalen Wohnraumförderprogramm (KommWFP)/Wohnungspakt Bayern im Ulmer Hofgut und in der Münsterblickstraße (1. Bauabschnitt) baut, während die NUWOG hier als Generalplanerin, -unternehmerin und Dienstleisterin auftritt und die Wohnungen auch bewirtschaften wird.

Münsterblickstraße: Der erste Bauabschnitt, bei dem 36 geförderte Mietwohnungen entstehen, ist bereits weit vorangeschritten.

Für den zweiten und dritten Bauabschnitt hat die NUWOG (hier als Bauherrin) einen Wettbewerb ausgelobt – eingeladen waren acht Architekturbüros. Auffallend ist die durchgängig hohe Qualität der acht eingereichten Arbeiten. Das Preisgericht tagte am 17. November und vergab den ersten Preis einstimmig an die STUDIOVLAY ZT GmbH aus Wien.

Bis 2018 entstehen im zweiten Bauabschnitt 40 geförderte Mietwohnungen im Modellvorhaben der Obersten Baubehörde Bayerns mit dem Titel „effizient bauen- leistbar wohnen“. Im dritten Abschnitt kommen 30 frei finanzierte Eigentumswohnungen hinzu. Er soll 2019 fertig gestellt werden.  

Der Entwurf der österreichischen Architekten überzeugte das Preisgericht durch die „eigenständige, frische und positive Ausstrahlung“ der Gebäude sowie die Anordnung der Wohnungen mit jeweils drei Außenwänden,  die eine „besondere, auf die umgebende Landschaft orientierte Wohnqualität erwarten“ lasse. Positiv bewertet wurde außerdem, dass sich geförderte und Eigentumswohnungen von der Typologie her sehr stark ähneln.

Die Entwürfe sind ab sofort bis Weihnachten im NUWOG-Firmengebäude in der Schützenstraße 32 ausgestellt und zu den Öffnungszeiten zu besichtigen.

Europan 14: Das Areal „Münsterblickstraße“ gehört zum Stadtgebiet „Innenstadt Süd“, mit dem sich die Stadt Neu-Ulm und die NUWOG am europaweiten städtebaulichen Wettbewerb „Europan 14“ beteiligen. Unter dem Motto „Die produktive Stadt“ geht es darum, lebendige Quartiere mit gemischter Nutzung zu entwickeln. Dafür bestehen großes Potenzial und Handlungsbedarf zwischen Reuttier und Memminger beziehungsweise zwischen Ring- und Europastraße. Gefördert werden soll eine nachhaltige Stadtentwicklung, welche die Vielfalt von Lebensweisen und Kulturen im Viertel berücksichtigt und die scharfe Trennung von Wohn- und Gewerbegebiet, Bildungs-, Freizeit- und Kultureinrichtungen aufhebt – zumal die Grenzen zwischen Handel, Wohnen und Gewerbe mehr und mehr verschwimmen. Ziel ist ein Viertel der kurzen Wege mit Aufenthaltsqualität, das sich veränderten und sich weiter verändernden Lebensweisen und Anforderungen anpasst.

Aktuell im Bau sind außer dem Gebäude in der Münsterblickstraße ein Mehrfamilienhaus in der Vorwerkstraße 23/1 (Elefantensiedlung) mit 31 Sozialwohnungen, in 2017 wird mit dem Bau von etwa 31 Wohnungen in der Reuttier Straße (Alte Stadtgärtnerei) begonnen. Es wird im Modellvorhaben „effizient bauen – leistbar wohnen“ der Obersten Baubehörde des Bayerischen Staatsministeriums des Innern errichtet.

Sozialer, ökologischer und städtebaulicher Anspruch: Bei allen Bauvorhaben legt die NUWOG Wert auf hohe Qualität in Architektur und Städtebau, die Identität stiftet und ihrer sozialen Verantwortung gerecht wird sowie ökologisch und energetisch nachhaltig und zugleich wirtschaftlich ist.