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Pressemitteilungen

Wohnbedürfnisse im Alter

Modernisierung der Wohnanlagen der Baujahre 1960-1979.

Die NUWOG Wohnungsgesellschaft der Stadt Neu-Ulm ist in den Stadtteilen Ludwigsfeld und Offenhausen Eigentümer größerer Wohnungsbestände, die in der oben genannten Zeitspanne dem damaligen Bedarf entsprechend vorwiegend für kinderreiche Familien errichtet wurden. Zwischenzeitlich wohnen in den Wohnanlagen zum großen Teil ältere Menschen, die ihr vertrautes Wohnumfeld ungern verlassen möchten. Mit zunehmendem Alter ändern sich jedoch die Bedürfnisse und Anforderungen an die Wohnung und das Wohnumfeld. Zu viele Stufen, Schwellen, fehlende Bewegungsflächen, zu geringe Türbreiten aber auch Nutzungseinschränkungen in den Bädern beeinträchtigen den Lebensalltag vieler älterer Menschen. Insofern hat die NUWOG ein Konzept zur bedarfsgerechten Anpassung dieser Bestandswohnungen unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung beschlossen. Dessen Umsetzung erfolgt zum einen durch die weitgehend barrierefreie Sanierung der Sanitärbereiche und zum anderen dadurch, dass rd. 50 % dieser Wohnungen durch den Ein-/Anbau von Personenaufzügen barrierefrei erschlossen werden. Der Abbau von Barrieren im Wohnungsbestand und im Wohnumfeld verbessert die Lebensqualität im Alltag älterer Menschen erheblich aber auch den Komfort für alle übrigen Bewohner.

47,7 % des Gesamtwohnungsbestandes der NUWOG sind zwischenzeitlich behindertengerecht, barrierefrei oder barrierearm. Im bundesdeutschen Vergleich sind dies hervorragende Werte, da nur etwa 1 % des Wohnungsbestandes in Deutschland altersgerecht ist. Es handelt sich um ein mehrjähriges Programm, das neben erheblichen Eigenmitteln der NUWOG entweder aus den KfW-Programm-Mitteln des „Altersgerechten Umbaus“ oder durch zinsgünstige Darlehen des Bayerischen Modernisierungsprogramms finanziert wird. Nachdem bereits einige Gebäude im Quartier entlang der Breslauer Straße im Stadtteil Ludwigsfeld altersgerecht modernisiert wurden, hat sich die NUWOG im Jahr 2013 das Gebäude Karlsbader Straße 4/6 vorgenommen. Neben der Badmodernisierung wurde auch ein Personenaufzug mit einer Laubengangerschließung angebaut; zudem hat das Gebäude einen neuen Fassadenanstrich erhalten. 

Auch die Wohnanlage Schwabenstraße 43/45 und 47 wurde in diesem Zuge modernisiert: Die Bäder und WC`s wurden weitgehend barrierearm umgestaltet; ebenso wurde bei dieser Gelegenheit eine zentrale Warmwasserversorgung hergestellt und das Haus 47 hat einen neuen Fassadenanstrich erhalten. Umgesetzt wurden beide Maßnahmen mit dem Architekturbüro Linder + Partner aus Günzburg.

Die baulichen Maßnahmen erhöhen die Wohn- und Lebensqualität spürbar, da die angestammte Wohnung für ältere Menschen als „Heimat“ von größter Bedeutung ist. In Folge dessen wird die NUWOG ihren Wohnungsbestand sukzessive hinsichtlich der Wohnbedürfnisse im Alter modernisieren.


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